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Das BASPO verstärkt die Frauenförderung
Mit Massnahmen, die vor allem bei der Ausbildung ansetzen, will das Bundesamt für Sport BASPO Mädchen und Frauen gezielt fördern

«Der Körper der Frau im Sport», «Förderung von Mädchen und jungen Frauen» oder «Vielfalt leben». So heissen drei der vielen neuen digitalen Lernbausteine, die Jugend+Sport zur Verfügung stellt. Der jüngste Baustein «Der Körper der Frau im Sport» wurde gemeinsam mit dem Sportdachverband Swiss Olympic erarbeitet.
Die abwechslungsreichen Online-Kursmodule stehen Leiterinnen und Leitern, Sportfunktionären, Lehrpersonen oder Eltern kostenlos zur Verfügung und zeigen, wie wichtig die Mädchen- und Frauenförderung in der Ausbildung des grössten Sportförderungsprogramms der Schweiz ist. Denn Mädchen und junge Frauen treiben in der Schweiz nach wie vor weniger Sport als Knaben und junge Männer in der gleichen Alterskategorie. Dies zeigen unter anderem die Zahlen der SOPHYA-Studie (Swiss Children’s Objectively Measured Physical Activity), die im Herbst 2022 publiziert wurden.
Dieser Diskrepanz soll in den kommenden Jahren mit unterschiedlichen Massnahmen begegnet werden. Denn Sport und Bewegung wirken sich, in einem geschützten und sicheren Rahmen betrieben, positiv auf die psychische und physische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus. Davon sollen Mädchen und Knaben gleichermassen profitieren, weshalb sich das BASPO für eine konsequente Förderung von Mädchen und jungen Frauen einsetzt. Konkrete Handlungsempfehlungen dafür werden unter anderem basierend auf dem Grundlagenbericht «Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport» aus dem Jahr 2020 erstellt.
Jugend+Sport: Ausbilden und neue Angebote schaffen
Tausende Leiterinnen und Leiter durchlaufen jährlich eine J+S-Ausbildung. In der Ausbildung wird Wissen über die spezifischen Bedürfnisse von Mädchen und jungen Frauen im Sport vermittelt. So lernen Leitende, welchen Einfluss körperliche Veränderungen in der Pubertät auf das Training im Verein haben können und wie sie eine offene Haltung im Umgang damit entwickeln. Ausserdem lernen sie, Trainingslektionen so zu gestalten, damit sich Mädchen und junge Frauen sicher fühlen. So kann es beispielsweise eine Lösung sein, gezielt ein Training ohne Jungen anzubieten, damit Geschlechterstereotypen keine Rolle spielen.
Frauen für das Studium in Magglingen gewinnen
Auch an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen werden Frauen gezielt gefördert. Die Hochschule ist ebenfalls Teil des BASPO und hat mehrere Massnahmen ergriffen, um mehr Studentinnen für die Bachelor- und Masterstudiengänge zu gewinnen. Unter anderem wurde die Eignungsabklärung für ein Studium in Magglingen angepasst. So ist zum Beispiel Fussball, der in der Schweiz vorwiegend von Männern ausgeübt wird, nicht mehr Teil der Eignungsabklärung. Zudem legen alle Frauen die Aufnahmeprüfungen am selben Tag ab. Sie sollen sich so weniger ausgestellt und beobachtet fühlen und sich auf den Sport konzentrieren können.
In den letzten Jahren wurde das Thema Frauen in den Studiengängen am Bachelor-Informationsanlass speziell thematisiert. Dabei kamen auch Studentinnen zu Wort, die zu Fragen Auskunft gegeben und von ihren Erfahrungen erzählt haben.
Projekt «Ethik im Sport»: Mehr Sportfunktionärinnen für neue Impulse
Der Bund hat im Januar 2023 bekannt gegeben, wie ethische Grundlagen im Schweizer Sportsystem stärker und verbindlicher verankert werden. Teil der revidierten Sportförderungsverordnung ist auch die Forderung an Sportorganisationen, dass Frauen und Männer zu je 40 Prozent in den Leitungsorgangen der jeweiligen Organisation vertreten sein müssen. Verbindlich ist die Quote für den Dachverband Swiss Olympic sowie für die nationalen Sportverbände.
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